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Nicholas Koech und Masila Nduge
(beide Kenia) heißen die
Sieger des 30. Internationalen
Kasseler Citylaufs. Bei sommerlichen
Temperaturen und gewohnt guter
Stimmung in der Kasseler Innenstadt
sahen die Zuschauer im Lauf
der Asse und im BKK-Ladies-Cup
zwei ganz unterschiedliche Rennen.
Während bei den Frauen
Masila Nduge "in einer
anderen Liga" lief (so
der Kommentar des neuen Athleten-Betreuers
und ehemaligen 3.000 m-Hindernis-Meister
Martin Strege) und der Konkurrenz
von Beginn an die Hacken zeigte,
wurde der Männerlauf erst
in einem Schlussspurt und auf
der Ziellinie entschieden.
Masila Nduge drückte im
BKK-Ladies-Cup gleich aufs Tempo.
Folgen konnte ihr keine, so
gab es einen glatten Start-Ziel-Sieg
für die Kenianerin in 15:27
Minuten. Den dreifachen Triumph
der kenianischen Frauen machen
Milka Jerotich (15:53) und Emmely
Kimuria (15:59) perfekt. Ein
starkes Rennen lief dahinter
Elena Poosowa aus Kassels russischer
Partnerstadt Jaroslawl, die
auf Einladung der Stadt Kassel
am Start war (16:00). Beste
Deutsche wurde wie erwartet
Routinier Veronika Ullrich (Neu-Isenburg,
16:27) auf Platz sechs vor der
Dritten der Polizei-Cross-Europameisterschaft,
Sandra Beck (17:22), deren Mann
Volker im Volkslauf Dritter
wurde. Auf den Plätzen
9, 10 und 11 folgten drei Lokalmatadorinnen
des PSV Grün-Weiß
Kassel: Ellen Weber, Astrid
Bardenheuer und Monika Wöhleke,
die sich allesamt in ihren Alterklassen
Platz eins holten.
Bei den Herren lief das Feld
lange fast geschlossen zusammen.
Sehr zur Freude der Zuschauer
zeigte sich auch Markus Jahn
im PSV-Trikot einige Runden
in der Spitzengruppe, bevor
sechs Kenianer und Jumane Boki
aus Tansania ernst machten.
Die "kenianische Landesmeisterschaft"
in Kassel dauerte bis in die
Schlussrunde, bis der Sieger
des Bonner Halbmarathons, Nicholas
Koech, in einem packenden Finish
kurz vor Vincent Krop (beide
29:49) einlief. Vor zwei Jahren
war Koech in Kassel Zweiter
geworden. Titelverteidiger Collins
Kibet hatte kein Visum erhalten,
sodass der Weg diesmal für
Koech frei war, denn beide hatten
sich vor allem im letzten Jahr
einige intensive Duelle bei
Stadtläufen geliefert.
Kenneth Koror, Mathew Kosgei,
Emmanuel Rutto und Simon Ripis
folgten auf den Plätzen.
Bester Deutscher wurde Embaye
Hedrit (LG Braunschweig, 31:02)
als Achter vor Joseph Kalib
(LG Erlangen, 31:15).
Sieger des Volkslaufes wurde
Thomas Lindner (LAG Wesertal,
34:56) vor Uwe Dippel (TSG Wattenbach,
36:17) und Volker Beck (Leipzig,
36:34), den meisten noch als
Volker Fritzsch bekannt.
Der 30. Kasseler Citylauf war
für die Stadt Kassel Anlass
für einen Empfang im Schloss
Bellevue. Dort hielt Oberbürgermeister
Bertram Hilgen, selbst Läufer,
einen Rückblick auf das
Laufevent. Und Organisationsleiter
Winfried Aufenanger wartete
mit einer Überraschung
auf. Als Gast war Extrem- und
Ausdauersportler Joey Kelly
dabei, der mit der Kelly Family
abends ein Konzert in der Kasseler
Auferstehungskirche gab. Joey
Kelly wird am 1. Juni beim zweiten
E.ON Mitte Kassel Marathon auf
der Halbmarathon-Strecke an
den Start gehen. Kellys Trainer
ist Thomas Eickmann, einst Zögling
von Winfried Aufenanger und
oft in Kassel zu Gast. So schließt
sich der Kreis zum Citylauf.
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