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Das wird ein heißes
Duell: Vor zwei Jahren lief
Pharis Kimani seinen ersten
Marathon in Europa - und lief
in Kassel direkt zum Sieg. Im
letzten Jahr gewann Josef Biwott.
2008 überzeugte Pharis
Kimani aus Nyhahururu in Kenia
die Fans beim E.ON Mitte Kassel
Marathon mit einem couragierten
Auftritt. Seine damalige Siegerzeit
von 2:15:36 hat der 26-Jährige
inzwischen unterboten und steigerte
sich nach seinem zweiten Platz
in Dresden 2008 beim schnellen
Hannover-Marathon als Siebter
im letzten Jahr auf 2:13:57.
So kann man von ihm auf der
nun auch wohl schnelleren Runde
in Kassel einiges erwarten.
Die Konkurrenz kommt unter anderem
aus dem eigenen Lager von Manager
Charles Paanakker. Patrick Muriuki
ist den Kasselern ebenfalls
bestens bekannt. Muriuki wurde
im Vorjahr mit 2:13:43 beim
E.ON Mitte Kassel Marathon Zweiter
und lag in Karlsruhe vor Kimani.
Und Konkurrenz kommt in persona
von Josef Biwott. Der Kenianer
stellte 2009 in Kassel mit 2:13:10
einen neuen Streckenrekord auf.
Die Landsleute Benjamin Itok,
Ernest Kiptum oder Richard Ngolepus,
der Sieger des Münster-Marathons
2008 (der auch schon mal als
Hase einfach bis
ins Ziel läuft) könnten
ebenfalls ein Wörtchen
bei der Titelvergabe mitsprechen,
ebenso Edwin Kibowen.
Ein Duell der Vize
gibt es bei den Frauen: Ilona
Barvanova (Ukraine) war 2008
Zweite, Prisca Kiprono im Vorjahr.
Jetzt treten sie in Kassel gegeneinander
an. Eine der Favoritinnen dürfte
Jane Nyambura aus Kenia sein,
die beim Essen- Marathon im
letzten Jahr 2:37:18 lief. Eine
Deutsche kann einen Strich durch
die Rechnung machen: Silvia
Krull (LG Lage/Detmold), die
zweifache Siegerin des Mittelrhein-
Marathons (2007 und 2008), Siegerin
des Essen-Marathons und Halbmarathon-Siegerin
in Karlsruhe 2009, ist ein Geheimtipp.
Die Zweite des Nizza-Marathons
2009, Elizabeth Kurkor, und
Marathon-Debütantin Mercy
J. Tanui könnten ebenfalls
vorne mitlaufen.
Lokalmatadore
wollen es wissen:
Optekamp und Schwab haben sich
viel vorgenommen
Das will auch Silke Optekamp.
Seit 1. Januar startet die Mönchengladbacherin
für den PSV Grün-Weiß
Kassel. Die zahnmedizinische
Fachangestellte kam erst vor
zwei Jahren zum Laufen und war
zuvor eine erfolgreiche Dressurreiterin.
Die 31-Jährige hat mit
dem sechsten Platz bei der Deutschen
Halbmarathon-Meisterschaft und
dem 11. Platz bei den Deutschen
10.000 m-Meisterschaften jüngst
in Ohrdruf für den PSV
und für sich selbst schon
tolle Marken gesetzt. Mit diesen
Platzierungen zählt Silke
Optekamp in diesem Jahr zu den
Top 20 in Deutschland. Ihre
Marathon-Bestzeit von 2:48:27
lässt für ihren Auftritt
in Kassel hoffen. Damit wäre
sie im letzten Jahr locker Dritte
geworden. Letztes Wochenende
hat sie in Kassel die Strecke
in Augenschein genommen. Und
nun will sie beim E.ON Mitte
Kassel Marathon ihr Versprechen
einlösen und vorne mitmischen.
Das wäre ein toller Einstand
vor heimischem Publikum.
In Wien wollte Marco Schwab
beim Marathon angreifen. Doch
wegen des Flugverbots während
der Asche-Wolke kam es
nicht dazu. Pech für ihn,
Glück für Kassel.
Denn nun hat sich der 36-jährige
Marburger, der seit Anfang des
Jahres den PSV Grün-Weiß
Kassel verstärkt, den E.ON
Mitte Kassel Marathon als Ziel
gesetzt. Und will dort seine
Bestzeit ins Visier nehmen.
Die steht bei 2:30:26, damit
wurde er beim Frankfurt Marathon
sechstbester Deutscher, Hessischer
Vizemeister und Hessischer Meister
M35. Wenn der junge Familienvater
(Ehefrau Kerstin läuft
ebenfalls für den PSV)
die 2:30 -Marke knackt, winkt
eine Prämie. Ich
möchte 2010 auf allen Distanzen
meine Bestzeiten verbessern,
so Marco. Der Marathon in Kassel
ist da eine gute Gelegenheit.
Eine Prämie winkt auch
den Leck-Brüdern aus Wolfhagen:
Wenn Michael (2008 bester Deutscher
in Kassel), Jens und Carsten
gemeinsam eine Zeit unter 8:30
Minuten schaffen. Dafür
wird seit Monaten hart trainiert.
Wieder am Start ist Thomas Thyssen
vom Ausrichter PSV Grün-Weiß
Kassel. Der 25-jährige
Student geht als Titelverteidiger
im Halbmarathon an den Start
und möchte seinen Sieg
aus dem Vorjahr 2010 gerne wiederholen.
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